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Die DOMOTEX 2026 fand in Hannover vom 19. bis 22. Januar 2026 statt und setzte inhaltliche Schwerpunkte, die für viele Bau- und Renovierungsprojekte direkt relevant sind: nachhaltige Materialien, Kreislaufwirtschaft, Raumakustik sowie handwerkliche Verarbeitung und Untergrundtechnik.
Für Sie als Renovierer, Bauherr oder Objektkunde ist die entscheidende Frage nicht, was „Trend“ ist – sondern was sich im Alltag bewährt: langlebig, pflegepraktisch, technisch passend (z. B. bei Fußbodenheizung), akustisch sinnvoll und sauber verlegt. Genau hier setzt dieser Beitrag an: Sie erhalten eine Einordnung der Messe-Impulse und konkrete Entscheidungshilfen, die Sie bei uns im Showroom und in der Projektplanung nutzen können.
DOMOTEX 2026 kurz eingeordnet – warum die Messe für Ihre Bodenentscheidung relevant ist
Die DOMOTEX ist ein Branchentreff für Bodenbeläge und Innenausbau. 2026 wurde das Programm ausdrücklich breiter gedacht: Neben klassischen Belägen ging es auch um Innenausbau-Finishing, Praxis-Demonstrationen und Zukunftsthemen wie Digitalisierung und KI-gestützte Prozesse.
Für Sie bedeutet das: Die Messe bündelt Entwicklungen, die später in Produktkollektionen, Verlege-Systemen und Qualitätsanforderungen an den Bodenaufbau ankommen. Wer früh versteht, wie sich Anforderungen verschieben, plant langlebiger – und reduziert das Risiko teurer Korrekturen.
Trendfeld 1 – Nachhaltigkeit & Kreislaufwirtschaft: vom Schlagwort zum prüfbaren Kriterium
Auf der DOMOTEX 2026 war Nachhaltigkeit ein klarer Schwerpunkt – unter anderem über die „Green Collection“ und den Green Collection Award.
Ausgezeichnet wurden 2026 (als Branchenbeispiele) u. a. Weitzer Parkett mit „Weitzer ReParkett“, Lico mit „Lico 2nd Life“ und Zipse mit „CORKTHERM“.
Wichtig für Ihre Praxis: „Nachhaltig“ ist nur dann ein Mehrwert, wenn Sie es in Kriterien übersetzen, die zu Ihrem Projekt passen – und die auch nach Jahren noch tragen (Pflege, Reparatur, Austauschbarkeit, Emissionen).
Was „Kreislaufwirtschaft“ beim Boden konkret heißen kann
Je nach Produktkategorie kann Kreislaufwirtschaft sehr unterschiedlich aussehen. Typische Ansätze sind:
- Rücknahme- und Aufbereitungsprogramme (Module/Paneele werden zurückgenommen und wiederverwendet).
- Renovierbarkeit statt Austausch: z. B. bei Holzböden je nach Zustand Aufarbeitung statt kompletter Neuaufbau.
- Materialeffizienz: dünnere, funktionale Schichten; langlebige Nutzschichten; austauschbare Decklagen.
- Trennbarkeit: Beläge, die sich am Ende der Nutzungsphase leichter dem Recycling zuführen lassen (statt „Verbund, der nur noch Abfall ist“).
Checkliste: So prüfen Sie Nachhaltigkeit jenseits von Marketing
Nehmen Sie diese Fragen mit – in unseren Showroom, ins Beratungsgespräch oder in die Ausschreibung:
- Lebensdauer & Nutzung: Passt der Belag wirklich zur Beanspruchung (Kinder, Haustiere, Büro, Flur, Objekt)?
- Reparaturfähigkeit: Können Teilflächen ersetzt/ausgebessert werden, ohne dass Sie den ganzen Raum erneuern müssen?
- Emissionen & Raumluft: Gibt es nachvollziehbare Prüfungen/Labels (z. B. für emissionsarme Produkte)?
- Herkunft/Transparenz: Gibt es Angaben zur Holzherkunft (z. B. FSC/PEFC) oder zu Recyclinganteilen?
- Systemgedanke: Sind auch Klebstoffe, Spachtelmassen, Unterlagen und Sockelleisten im Gesamtsystem passend – technisch und hinsichtlich Emissionen? (Gerade Gerüche/VOC entstehen häufig im „Drumherum“, nicht nur im Oberbelag.)
Hinweis zur Aktualität: Ende Januar 2026 wurden Kriterien für mehrere Umweltzeichen „Blauer Engel“ überarbeitet – darunter auch für emissionsarme Bodenbeläge aus Holz/Holzwerkstoffen (DE-UZ 176).
Das ist für Sie vor allem dann relevant, wenn Sie bewusst auf Innenraumluft, Allergiker-Themen oder emissionsarme Renovierung achten.
Praxis-Tipp: Nachhaltig planen heißt oft auch „weniger riskant planen“
Viele Schäden und frühzeitige Erneuerungen entstehen nicht durch „falsches Material“, sondern durch:
- ungeeigneten Untergrund (Feuchte, Risse, Ebenheit),
- falschen Aufbau (Trittschallunterlage vs. Fußbodenheizung),
- oder unpassende Verlegeart (Klick vs. Kleben in kritischen Bereichen).
Eine robuste, fachgerecht geplante Lösung ist in der Praxis häufig nachhaltiger als eine „trendige“, aber empfindliche Konstruktion.
Wenn Sie Material, Oberfläche und Aufbau im echten Licht beurteilen möchten, ist unser Showroom für Bodenbeläge in Braunschweig der schnellste Realitätscheck.
Trendfeld 2 – Raumakustik & Trittschall: Komfortfaktor mit Planungspflicht
Die DOMOTEX 2026 hat Raumakustik sichtbar als eigenes Themenfeld platziert – inklusive Sonderausstellungsbereich und Beiträgen aus Forschung/Lehre (u. a. Hochschule Hannover).
Das passt zur Realität vieler Projekte: In Bestandswohnungen, Büros oder Praxisräumen entscheidet Akustik oft über „Wohlfühlen“ oder „ständig genervt“.
Akustik ist nicht gleich Akustik – zwei Probleme, zwei Lösungsansätze
- Trittschall (Schritte, Stühlerücken):
- entsteht als Körperschall und wird über die Konstruktion übertragen
- beeinflusst durch Aufbau, Entkopplung, Unterlagen, schwimmende Konstruktionen
- Raumakustik (Hall, Sprachverständlichkeit):
- entsteht als Luftschall im Raum.
- beeinflusst durch Absorberflächen: Textilien, Teppich, Vorhänge, Möbel, akustisch wirksame Wand-/Deckenelemente.
Entscheidungshilfe: Welche Bodenarten sind akustisch häufig sinnvoll – und wo liegen Grenzen?
- Teppichboden: Sehr wirksam für Raumakustik (weniger Hall), je nach Aufbau auch gut für Trittschall. Gleichzeitig sollten Sie Reinigung und Nutzung (Allergiker, Haustiere, intensiver Publikumsverkehr) realistisch einplanen.
- Korkboden: Angenehm fußwarm, kann Trittschall reduzieren; bei Fußbodenheizung muss der Wärmedurchlasswiderstand des gesamten Aufbaus mitgedacht werden.
- Parkettboden: Akustisch stark abhängig vom Aufbau (schwimmend vs. vollflächig verklebt, Unterlagen).
- Vinyl/LVT: Je nach Aufbau sehr variabel; in Mehrfamilienhäusern ist die Trittschallplanung besonders wichtig.
Typischer Fehler: „Mehr Trittschallunterlage = besser“
Eine sehr weiche, dicke Unterlage kann zwar akustisch wirken – aber:
- sie kann bei Klick-Systemen die Fugen-/Kantenbelastung erhöhen,
- sie kann die Wärmeübertragung bei Fußbodenheizung verschlechtern,
- sie kann im Zusammenspiel mit Möbeln/Lasten zu „Pumpen“ führen.
Die Lösung ist fast nie „maximal“, sondern „passend“: Nutzung, Heizung, Untergrund und Produktfreigaben müssen zusammenpassen.
Wenn Sie unsicher sind, welche Konstruktion zu Ihrer Wohnung/Ihrem Objekt passt, nutzen Sie als ersten Schritt den Rückrufservice – danach kann die Terminabstimmung für die Detailberatung erfolgen.
Oberfläche & Optik: ruhiger, matter, natürlicher
Viele 2026er Kollektionen und Wohnkonzepte setzen auf natürliche Materialwirkung, matte Oberflächen und warme, ruhige Farbtöne.
Für die Praxis ist weniger „Trendfarbe“ entscheidend als diese zwei Fragen:
- Wie „fehlertolerant“ ist die Oberfläche im Alltag (Mikrokratzer, Streiflicht, Staub)?
- Passt die Optik zur Raumfunktion (Flur/Eintritt vs. Wohnzimmer vs. Büro)?
Praxis-Tipps für langlebige Optik
- Matt wirkt oft ruhiger im Streiflicht – dafür sehen Sie Staub ggf. eher.
- Sehr dunkle Böden sind optisch markant, zeigen aber Schmutz schneller.
- Bei Holz: Sortierung/Maserung beeinflusst, ob der Raum „unruhig“ oder „harmonisch“ wirkt.
- Bei Designbelägen: Achten Sie weniger auf das Foto im Prospekt – mehr auf Musterfläche im Raumlicht.
Trendfeld 4 – Verarbeitung & Untergrundtechnik: Qualität entsteht im Aufbau
Die DOMOTEX 2026 hat handwerkliche Themen sichtbar gemacht – u. a. mit Live-Demonstrationen zu Verlege-, Spachtel- und Oberflächentechniken.
Das ist kein „Handwerker-Detail“, sondern die häufigste Ursache für Reklamationen: Ein hochwertiger Belag verzeiht keinen schlechten Untergrund.
Kurz-Check Untergrund – bevor Sie sich festlegen
Prüfen (lassen) sollten Sie insbesondere:
- Ebenheit: Gibt es Wellen/Absätze, die später sichtbar oder fühlbar werden?
- Risse/Untergrundfestigkeit: Trägt der Untergrund die spätere Nutzung?
- Feuchte: Ist der Estrich belegreif oder steckt Bau-/Restfeuchte im System?
- Altbeläge/Klebstoffreste: Müssen diese entfernt oder abgesperrt werden?
- Rand- und Anschlussdetails: Sockel, Übergänge, Türhöhen, Dehnfugen.
Spachtelboden, wenn eine gespachtelte Oberfläche geplant ist und Estrichboden (Hintergrund & Einordnung).
Von der Messe in Ihr Projekt: eine Entscheidungslogik, die Sie sofort anwenden können
Nutzen Sie diese Reihenfolge, um schneller zu einer belastbaren Bodenentscheidung zu kommen:
- Nutzung definieren: Alltag, Lasten, Feuchte, Reinigung, Haustiere, Publikumsverkehr.
- Komfortziele priorisieren: Akustik? Fußwärme? Robustheit? Pflegeleicht?
- Technik klären: Fußbodenheizung ja/nein, Trittschallanforderungen, Untergrundzustand.
- Materialauswahl eingrenzen: 2–3 passende Bodenarten statt 20 Optionen.
- Oberfläche finalisieren: Musterfläche, Haptik, Licht, Übergänge.
- Verlegekonzept festlegen: vollflächig verklebt vs. schwimmend, Unterlagen, Sockel, Übergänge.
Wie MAUL Bodenbeläge Sie dabei unterstützt
MAUL Bodenbeläge verbindet Fachberatung, Lieferung und Verlegung aus einer Hand.