Blower Door Test

Gebäudedichtheitsprüfung & Leckortung.

Mit zunehmenden Wärmeschutzanforderungen erlangt die Luftdichtigkeit von Gebäuden eine wachsende Bedeutung. Luftdichtigkeit ist erforderlich, um die angestrebte Verringerung des Heizenergiebedarfs auch tatsächlich zu erreichen und Bauschäden sowie Komforteinbußen zu vermeiden. Hohe Luftdichtigkeit erfordert eine Verbesserung des heutigen Standards der Gebäudeplanung und –Ausführung. Wir möchten mit dieser Seite durch umfassende und verständliche Behandlung des Themas die Entwicklung energiesparenden Bauens unterstützen.

Mehr über den Blower Door Test.

Einführung

Ein dichtes Haus hat für den Bauherrn und die Bewohner viele Vorteile gegenüber einem undichten: Bauschschäden werden vermieden, der Komfort ist höher und der Heizenergieverbrauch kleiner.

„Dicht“ bedeutet dabei, dass die gesamte Gebäudehülle so luftdicht ist wie eine gemauerte, verputzte Wand. Dabei können Fenster auch im dichten Haus auf die gewohnte Weise geöffnet werden.

Gründe für eine luftdichte Gebäudehülle

  • Vermeiden von Bauschäden
  • Vermeiden von Zugluft
  • Vermeiden unnötiger Lüftungswärmeverluste
  • Verbesserter Schallschutz vor Außenlärm und zwischen verschiedenen Wohnungen
  • Höhere Luftqualität (z.B. durch luftdichte Abtrennung des Kellers)

Für Architekten und Handwerker stellt Dichtheit eine Qualitätsanforderung dar. Im Rahmen der Qualitätssicherung am Bau kann Luftdichtigkeit durch eine Messung nachgewiesen werden – auf Messungen und die Bewertung ihrer Ergebnisse wird später ausführlich eingegangen.

Messungen – Messprinzip

Für die Messung der Luftfurchlässigkeit einer Wohnung oder eines Gebäudes wird ein Ventilator (Blower Door) luftdicht in die Öffnung einer Eingangs- oder Balkontür eingebaut.

Bei Ventilatorbetrieb und geschlossenen Fenstern und Türen kann im Gebäude eine Druckdifferenz (Unter- oder Überdruck) zur Außenluft erzeugt werden. Die Höhe der Druckdifferenz (ca. 10 bis 60 Pascal) ist über die Ventilatordrehzahl einstellbar. Der bei einer eingestellten Druckdifferenz geförderte Luftstrom wird als Volumenstrom der Luftdurchlässigkeit bezeichnet.

Lecksuche

Bei einem Unterdruck von 50 Pascal (Pa) im Gebäude werden leckverdächtige Stellen, also Fugen, Anschlüsse und Durchdringungen, mit einem Luftgeschwinndigkeitsmessgerät (Thermoanemometer) abgesucht. Lecks, bei denen Luftgeschwindigkeiten von 2m/s und mehr auftreten, sollten unbedingt abgedichtet werden. Entsprechendes gilt für Lecks mit großer Querschnittsfläche. Sofern es draußen nicht warm und feucht ist, wird in der Praxis oft zunächst mit den Fingern geprüft, ob Zugerscheinungen zu spüren sind. Bei kalten Wetter und beheiztem Gebäude kann auch eine Thermografiekamera zur Lecksuche eingesetzt werden. Thermografische Aufnahmen lassen den Ort des Lecklufteintritts und den Bereich erkennen, in dem sich Kaltluft ausbreitet.

Auswertung

Als Mitglied im Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen e.V. sind wir technisch und fachlich immer auf dem neuesten Stand. Unsere Mitarbeiter sind „zertifizierte Prüfer der Gebäude-Luftdichtheit im Sinne der Energieeinsparverordnung“ und erstellen zu jedem Objekt einen detallierten und bebilderten Bericht.